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Behandlung

Allergische Hauterkrankungen bei Hunden und Katzen sind durch eine Entzündungsreaktion gekennzeichnet, die chronischen und wiederkehrenden Juckreiz auslöst.1-3 Darunter leiden die Tiere, und es belastet auch ihre Besitzer, weshalb eine korrekte Diagnose und eine adäquate Behandlung entscheidend sind.1-3 Bei dieser langwierigen Erkrankung bedarf es eines langfristigen Behandlungskonzepts, damit sich das Tier wieder wohl fühlt und ein unbeschwertes Zusammenleben von Mensch und Tier möglich ist.

Allergische Dermatitis:
3 Schritte für anhaltendes Wohlbefinden
1.Diagnose
Um die richtige Behandlung für Ihr Tier zu finden, ist eine korrekte Diagnose unabdingbar.
Die diagnostische Aufarbeitung von Hautpatienten erfordert oft mehrere Zwischenschritte, in denen einige Auslöser für Juckreiz, wie z.B. Parasiten, ausgeschlossen werden oder das Ansprechen auf eine Ausschluss-Diät abgewartet werden muss. Dies braucht oft ein wenig Zeit und eine konsequente Umsetzung der Empfehlungen Ihres Tierarztes oder Ihrer Tierärztin.

Der 1-Minuten-Test zur allergischen Dermatitis kann eine Hilfestellung in der Diagnostik sein.
2. Kurzfristige Behandlung




Bei vielen Patienten müssen zu Beginn begleitende Infektionen mit Bakterien oder Pilzen behandelt werden. Dies bringt in vielen Fällen eine erste Besserung, aber in der Regel sind diese Infektionen nicht die alleinige Ursache von Juckreiz oder Hautveränderungen, sondern verschlimmern die Symptome der Grunderkrankung nur. Auch der Einsatz von Medikamenten gegen Flöhe oder Milben kann sinnvoll sein, um diese Hautparasiten als Ursache für den Juckreiz auszuschließen. Um die Tieren möglichst schnell vom quälenden Juckreiz zu befreien, werden zudem zusätzlich entzündungshemmende und juckreizlindernde Medikamente eingesetzt.
3. Langfristige Behandlung




Steht die Diagnose einer allergischen Hauterkrankung sicher fest, wird Ihr Tierarzt ein langfristiges Therapiekonzept für Ihr Tier vorschlagen. Es kann ein spezielles Medikament, das gegen die allergische Entzündungsreaktion wirkt, beinhalten. Zusätzliche Maßnahmen, wie Futterumstellung, Ergänzungsfuttermittel mit essenziellen Fettsäuren, regelmäßiges Baden mit medizinischen Shampoos können dazu beitragen, die Dosis der notwendigen Medikamente maßgeblich zu reduzieren.


 

Literaturangaben: 1. Olivry T et al. Vet Dermatol (2010); 21:233-248. 2. Scott-Muller and Kirk 6th ed (2001);580-581. 3. Favrot C et al. Vet Dermatol (2011);23:45-50.