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Allergische Dermatitis der Katze

Die allergische Dermatitis der Katze ist durch eine Entzündungsreaktion gekennzeichnet, die chronischen und wiederkehrenden Juckreiz auslöst.1,2 Sie ähnelt stark der atopischen Dermatitis des Hundes, doch gibt es beim Hund mehr Erkenntnisse zur Entstehung der Erkrankung, und und die klinischen Symptome sind unterschiedlich.3

Genaue Angaben zur Häufigkeit der allergischen Dermatitis bei Katzen fehlen. Hautkrankheiten gehören jedoch zu den häufigsten Gründen für eine Vorstellung von Katzen in der Tierarztpraxis. Hauterkrankungen sind zu 12 % die Ursache für einen Tierarztbesuch und bei 34 % dieser Fälle zeigen die Tiere Juckreiz oder kahle Stellen.4 Bisher wurde nicht belegt, dass bestimmte Rassen häufiger betroffen sind1,2, doch gilt eine genetische Komponente als möglich.3

Klinische Symptome1-3

Die klinischen Symptome der allergischen Dermatitis bei Katzen setzen meist im Alter von unter 2 Jahren ein, gelegentlich auch erst später. Viele Katzen werden unter anderem im Alter von über 2 Jahren vorgestellt, weil die ersten Symptome leicht übersehen werden. Katzen mit allergischer Dermatitis zeigen Juckreiz, aber anders als beim Hund ist dieser mitunter schwer zu erkennen. Juckreiz zeigt sich bei der Katze in Form von häufigem Putzen, Lecken, Beknabbern, Beißen und manchmal Kratzen. Katzen suchen häufig ein ruhiges Plätzchen auf, wo sie sich ungestört lecken und putzen können. Vielen Tierhaltern fällt es schwer zu erkennen, dass ihre Katze Anzeichen für Juckreiz und kein normales Putzverhalten zeigt.

Auf Juckreiz kann außerdem das Erbrechen von Haaren, deren Ausscheidung mit dem Kot oder zwischen den Zähnen steckende Haare hinweisen. Bei der sorgfältigen Untersuchung des Fells erscheint dieses rau, da das Ende der Haarschäfte abgebissen wurde. Dies bezeichnet man als „barbieren“.

Bei Katzen mit allergischer Hauterkrankung bestehen meist ein oder mehrere Muster, wie die Hautveränderungen verteilt sind. Diese Muster treten nicht nur bei allergischer Dermatitis aufgrund von Umweltallergenen auf, sondern auch bei anderen Hauterkrankungen wie beispielsweise Flohspeichel- und Futtermittelallergie.

Literaturangaben: 1. Scott-Muller and Kirk 6th ed (2001);580-581. 2. Favrot C et al. Vet Dermatol (2011);23:45-50. 3. Favrot C. J Feline Med Surg (2013);15:778-784. 4. Hill PB et al. Vet Record 2006;158:533-539.